Heilpraktiker (Deutschland) & Naturopata graduado (Spanien)
Massage • Japanische Akupunktur • Phytotherapie
Maspalomas, Gran Canaria
Was Saharastaub für Gesundheit und Wohlbefinden bedeuten kann.
Auf den Kanarischen Inseln ist die Kalima ein bekanntes Naturphänomen. Dabei werden feine Staubpartikel aus der Sahara durch warme Ost- oder Südostwinde über den Atlantik bis zu den Inseln transportiert. Die Luft erscheint häufig gelblich oder rötlich, die Sicht nimmt ab und die Belastung durch Feinstaub steigt deutlich an.
Viele Menschen empfinden eine Kalima lediglich als unangenehm. Für Personen mit empfindlichen Atemwegen oder bestehenden Lungenerkrankungen kann sie jedoch eine zusätzliche Belastung darstellen. Besonders Menschen mit Asthma oder einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), ältere Menschen sowie kleine Kinder reagieren häufig empfindlicher auf die erhöhte Staubkonzentration.
Neben den Auswirkungen auf die Atemwege berichten viele Betroffene während einer Kalima über Müdigkeit, Kopfschmerzen, trockene Augen, Halsreizungen oder ein allgemeines Gefühl verminderter Leistungsfähigkeit. Nicht jeder Mensch reagiert gleich stark – Intensität und Dauer der Beschwerden können individuell sehr unterschiedlich sein.
In diesem Artikel erfahren Sie, welche Auswirkungen Kalima auf den Körper haben kann, welche Personengruppen besonders vorsichtig sein sollten und welche allgemeinen Maßnahmen helfen können, die Belastung während einer Staubepisode möglichst gering zu halten.
Während einer Kalima steigt die Konzentration feiner Staubpartikel in der Luft deutlich an. Diese Partikel können die Schleimhäute von Nase, Rachen und Bronchien reizen. Viele Menschen bemerken deshalb ein Kratzen im Hals, trockenen Husten oder ein unangenehmes Druckgefühl in der Brust.
Besonders anstrengende körperliche Aktivitäten im Freien können die Beschwerden verstärken, da dabei mehr Luft – und somit auch mehr Staub – eingeatmet wird. Es empfiehlt sich daher, intensive sportliche Belastungen möglichst auf Zeiten nach einer Kalima zu verschieben.
Menschen mit Asthma reagieren häufig besonders empfindlich auf die erhöhte Feinstaubbelastung. Kalima kann Husten, pfeifende Atmung, Engegefühl in der Brust und Atemnot verstärken. In einigen Fällen kann es zu einem Asthmaanfall kommen.
Wer an Asthma leidet, sollte seine verordneten Medikamente stets griffbereit haben und den persönlichen Asthma-Plan befolgen. Bei einer deutlichen Verschlechterung der Beschwerden sollte frühzeitig ärztlicher Rat eingeholt werden.
Auch Menschen mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) können während einer Kalima eine Verschlechterung ihrer Beschwerden erleben. Kurzatmigkeit, Husten und eine verminderte körperliche Belastbarkeit treten häufig stärker auf als gewöhnlich.
Gerade bei COPD ist es sinnvoll, während einer Kalima möglichst in Innenräumen zu bleiben, ausreichend zu trinken und körperliche Anstrengungen zu reduzieren. Werden die Beschwerden deutlich stärker oder treten Atemprobleme in Ruhe auf, sollte umgehend medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.
Neben den Auswirkungen auf die Atemwege berichten viele Menschen über Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder ein allgemeines Gefühl der Erschöpfung. Wahrscheinlich spielen dabei mehrere Faktoren zusammen, darunter die trockene Luft, die Hitze und die erhöhte Feinstaubbelastung.
Ausreichendes Trinken, regelmäßige Ruhepausen sowie möglichst kühle Innenräume können helfen, diese Belastung etwas zu reduzieren.
Naturheilkundliche Verfahren können während einer Kalima unterstützend eingesetzt werden. Sie ersetzen jedoch keine notwendige medizinische Behandlung. Ziel ist es, den Organismus in seiner natürlichen Regulation zu begleiten und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.
Je nach individueller Situation können beispielsweise ausreichende Flüssigkeitszufuhr, eine angepasste Ernährung, ausreichende Erholung sowie ausgewählte pflanzliche Präparate sinnvoll sein. Auch entspannende Anwendungen wie Massagen oder – je nach individueller Situation – eine sanfte japanische Akupunktur können das allgemeine Wohlbefinden unterstützen. Solche Maßnahmen ersetzen jedoch keine notwendige ärztliche Behandlung.
Auch die Phytotherapie kann während einer Kalima eine sinnvolle Begleitung sein. Ziel ist nicht, Beschwerden zu unterdrücken, sondern gereizte Schleimhäute zu unterstützen und den Körper in seiner natürlichen Regulation zu begleiten.
Zu den klassischen Heilpflanzen gehören Malvenblüten (Malva sylvestris) und Eibischwurzel (Althaea officinalis). Ihre Schleimstoffe können sich schützend auf die Schleimhäute von Mund, Rachen und Atemwegen legen und so Trockenheitsgefühl und Reizungen lindern. Spitzwegerich (Plantago lanceolata) ergänzt diese Mischung traditionell durch seine reizlindernden und entzündungshemmenden Eigenschaften.
Thymian (Thymus vulgaris) wird traditionell eingesetzt, um die natürliche Selbstreinigung der Atemwege zu unterstützen. Seine Inhaltsstoffe können den Schleimtransport fördern und dazu beitragen, eingeatmete Staubpartikel leichter wieder aus den Atemwegen zu entfernen.
Ergänzend werden in der ostasiatischen Pflanzenheilkunde unter anderem Chrysanthemenblüten (Ju Hua) verwendet. Sie gelten dort traditionell als kühlend und kommen häufig bei Hitze- und Trockenheitsbeschwerden zum Einsatz.
In der Phytotherapie steht jedoch nicht die einzelne Heilpflanze im Mittelpunkt, sondern ihre sorgfältige und individuelle Auswahl. So kann die Pflanzenheilkunde den Organismus auf sanfte Weise begleiten und sein natürliches Gleichgewicht unterstützen.
Suchen Sie bitte umgehend ärztliche Hilfe auf, wenn starke Atemnot, Brustschmerzen, bläuliche Lippen oder Finger, Schwindel, Bewusstseinsstörungen oder eine deutliche Verschlechterung einer bekannten Atemwegserkrankung auftreten.
Auch wenn Beschwerden ungewöhnlich stark sind oder mehrere Tage anhalten, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Gesundheitsinformation. Er ersetzt keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung und keine individuelle Beratung durch einen Heilpraktiker.